Worauf es beim Kauf einer fahrtauglichen Sonnenbrille ankommt Drucken E-Mail

Blendfrei durch den Straßenverkehr


Wenn die Sonne sich in goldenen Feldern spiegelt und Alleen in kontrastreiche Licht-Schatten-Muster taucht, macht eine Spritztour mit dem Auto erst richtig Spaß. Doch nicht nur steigende Temperaturen bringen manchen Fahrer zum Schwitzen. Starke Blendung und der extreme Wechsel zwischen Hell und Dunkel können einen Ausflug zur Herausforderung werden lassen. Deshalb sollten Autofahrer immer eine fahrtaugliche Sonnenbrille in Griffweite haben. Einige Tipps, worauf beim Kauf zu achten ist.

 

Sonnenbrillen mit großen Gläsern sind in diesem Sommer Trend. Kombiniert mit schmalen Fassungen und Bügeln schränken sie das Gesichtsfeld nicht ein und sind so auch für den Straßenverkehr gut geeignet.


Die Tönung der Gläser schützt den Fahrer vor zu viel Sonnenlicht und Blendung. Sie ist, je nach Intensität, in fünf Kategorien eingeteilt. Für den Straßenverkehr sind die Blendschutz-Kategorien zwei und drei zu empfehlen, wobei im Zweifelsfall der Griff zur helleren Nuance besser ist. Oft sind die Autoscheiben bereits leicht getönt. Außerdem darf die Sonnenbrille in extremen Licht-Schatten-Situationen nicht zu dunkel sein, sonst werden z.B. Radfahrer oder Fußgänger schnell übersehen.


Als Glasfarben sind Braun, Grau oder Grün optimal. Diese natürlichen Nuancen verfälschen die Farbwahrnehmung am wenigsten. So bleiben Ampeln und Straßenschilder gut erkennbar. Verkehrsteilnehmer mit Farbsinnstörungen müssen ganz besonderes Augenmerk auf die Farbauswahl legen. Etwa jeder achte Mann kann verschiedene Farben nicht richtig unterscheiden. So würden intensivgrüne Gläser für Menschen mit einer Grünstörung und rötliche Tönungen für Menschen mit einer Rotstörung das Erkennungen von Signallichtern zusätzlich erschweren und die Reaktionszeiten deutlich verlängern. Auf Nummer Sicher geht, wer einen Farbsehtest mit Brille an der nächsten Ampel macht.


Für Kraftfahrer mit Sehschwäche ist eine Sonnenbrille in der passenden Sehstärke unerlässlich. Eine zweite Korrekturbrille mit getönten Gläsern ist hier die einfachste und komfortabelste Lösung. Die weniger elegante Alternative ist der so genannte Sonnenclip. Das sind getönte Gläser, die einfach auf die normale Korrekturbrille aufgesteckt werden.


Für spezielle Sehanforderungen gibt es mittlerweile viele hilfreiche und sinnvolle Glasentwicklungen. Einige davon sind hier zusammengefasst:

Gerade in den frühen Morgen- oder späten Abendstunden steht die Sonne so tief, dass auch die beste Sonnenblende nicht vor temporärem Blindflug bewahrt. Auch helle Lichtreflexionen, wie sie auf feuchten Straßen auftauchen, nehmen dem Fahrer schnell die Sicht. Hier sind polarisierende Brillengläser sinnvoll. Sie filtern die schrägen Lichtreflexionen heraus und ermöglichen eine klare Wahrnehmung der Umgebung und des Verkehrs.


Empfehlenswert sind auch entspiegelte Brillengläser, die irritierende Reflexionen auf der Brille vermeiden und so generell für besseres und entspanntes Sehen sorgen.


Natürlich bieten auch die besten Brillengläser nur klare Sicht, wenn sie sauber sind. Länger klar bleiben Brillengläser mit fett- und schmutzabweisender Funktion. Ebenso regelmäßig wie die Brille sollten allerdings auch Autoscheiben und Spiegel geputzt werden. Auch das verhindert Blendungen.


Weiterhin sollte die Sonnenbrille aus flexiblen, bruchsicheren Materialien gefertigt sein und ohne scharfe Kanten und Ecken auskommen. So wird im Falle eines Unfalls das Verletzungsrisiko am Auge minimiert.


Bei Dämmerung und schlechter werdenden Lichtverhältnissen sollte die Sonnenbrille übrigens rechtzeitig abgesetzt werden, da sie sonst den guten Durchblick und damit die Sicherheit mindert.


Cabrio- und Motorradfahrer müssen bei der Wahl der Sonnenbrille zusätzlich den Schutz vor Fahrtwind einkalkulieren. Empfehlenswert sind hier große Gläser, die das Auge nach allen Seiten gut gegen Luftzug abdecken und damit dem Fahrer tränende Augen ersparen. Für den bequemen Sitz unterm Helm folgender Tipp: „Zum Helmkauf Brille mitnehmen, zum Brillenkauf den Helm.“



Dont´s: Selbsttönende Gläser eignen sich nicht fürs Autofahren. Sie reagieren auf UV-Licht, das aber durch die Autoscheiben schon zum größten Teil herausfiltert wird – und ohne dieses dunkeln die Gläser nicht ein.

 

 
Silhouette Paparazzi
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