| Sport und gutes Sehen |
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Augen-Screening im Bundesliga Fußball
Die eine oder andere Tageszeitung und vor allem die Sportzeitschriften nahmen das Augen-Screening beim VfB Stuttgart verwundert, mindestens aber mit einem Schuss Ironie – der VfB hatte tags zuvor 1:3 „auf“ Schalke verloren - in ihre Berichterstattung auf. Denn die Initiative vision@sports der FH Jena, Ciba Vision und des ZVA ist etwas Ungewohntes im Bundesliga-Alltag: selbst simple Sehtests sind kein Bestandteil der sportmedizinischen Untersuchungen und finden sich auch nur in den seltensten Fällen im Trainingsbetrieb, beispielsweise in der Saisonvorbereitung, wieder. Umso begeisterter waren die Profis und die U23-Spieler des VfB Stuttgart, als Professor Wolfgang Sickenberger (FH Jena) mit seinem Team die beiden Mannschaften der Schwaben „in die Mangel“ nahm. „Im Spitzenfußball geht es um Nuancen“, meinte VfB-Trainer Bruno Labbadia schon vor dem Screening, das frühmorgens um 8 Uhr mit den ersten Akteuren startete und an insgesamt neun Stationen beispielsweise neben dem klassischen Messen der statischen Sehschärfe auch eine Überprüfung des Gesichtsfeldes, des Kontrastsehens, eine Analyse der Tränenfilmqualität oder die Kontrolle des Farbensehens beinhaltete. Zusammen mit der vorherigen Anamnese und der Inspektion des vorderen Augenabschnitts gab es auch für die bereits mit Sehhilfen versorgten Fußballprofis unter den Stuttgartern wertvolle Hinweise und Tipps. Die exakte Auswertung des Screenings bekommt das Trainerteam des VfB in diesen Tagen, entsprechende Maßnahmen sollen dann folgen, denn ein optimales Sehen verringert das Verletzungsrisiko und steigert die Leistungsfähigkeit des Sportlers. Nicht minder wichtig für Breitensportler Was für Profifußballer und Spitzensportler gilt, das ist nicht minder wichtig für Breitensportler. Schließlich wurde die Initiative der drei Partner gegründet, um das gute Sehen im Spitzen- aber auch im Breitensport zu fördern. Nach der Frauen-Nationalmannschaft im vergangenen Jahr war Professor Sickenberger nun wieder bei einem Fußballteam zu Gast, doch das Projekt vision@sports soll zukünftig auf weitere Sportarten in den verschiedensten Leistungsklassen ausgeweitet werden. Dass dann auch weitere Fußballteams dabei sein werden, ist für den VfB-Trainer keine Frage. "Im Fußball macht das Training nach wie vor 90 Prozent des Leistungsvermögens aus, aber es lohnt sich dennoch, Bausteine wie dieses Augen-Screening oder weitere leistungsdiagnostische Maßnahmen regelmäßig in die tägliche Arbeit zu integrieren, um das eine oder andere zusätzliche Prozent abrufen zu können", betonte Labbadia nach der Trainingseinheit der ganz besonderen Art. Eine Bildergalerie zum Screening gibt es auf der Homepage des VfB unter "Aktuell 22.01.2012" www.vfb.de, zudem wird das Video aus dem Vereins-TV des Bundesligisten bei Facebook auf der ZVA-Seite zu sehen sein. Quelle: ZVA Autor: Ingo Rütten
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